Alle Artikel in: News

Nachhaltiger waschen & shoppen

Köln, 23.06.2020. „Die VerbraucherInnen pflegen ihre Bekleidung nachhaltiger“, erklärt Thomas Lange, Vorsitzender von GINETEX (International Association for Textile Care Labelling) und Hauptgeschäftsführer von GermanFashion. „So zeigt sich in den Ergebnissen der dritten großen repräsentativen Verbraucherumfrage von GINETEX, dass die KonsumentInnen die Umwelt schonen wollen und aus diesem Grund insbesondere auf die richtige Waschmitteldosierung und Waschen bei niedrigen Temperaturen achten.“ Um langfristig Kosten zu sparen, wird verstärkt Markenbekleidung gekauft sowie Waschmaschine und Trockner regelmäßig gewartet. Gegenüber 2019 haben 7 % weniger der Befragten in den letzten 6 Monaten ein Kleidungsstück gekauft. Für 64 % bleibt das Preis-Leistungs-Verhältnis der Hauptfaktor beim Kauf von Kleidung und für 58 % die Qualität. Der Look, der 2019 ein wichtiges Kriterium war, ging in diesem Jahr um 7 Prozentpunkte zurück. Umgekehrt stellen wir fest, dass die Bedeutung von Marke und Herkunftsland ab 2016 deutlich zunehmen: jeweils um 5 %. Die Größenangabe bleibt nach wie vor für die VerbraucherInnen die wichtigste Information auf dem Etikett nach Materialzusammensetzung und Pflegekennzeichnung. Darüber hinaus kauft einer von drei Verbrauchern niemals Kleidung ohne Pflegehinweise. Außerdem wurde …

Deutsche Modehersteller verzeichnen hohe Verluste

GermanFashion präsentiert Statistik 2020. Köln, 04.03.2021. Das Jahr 2020 zeigt unter dem Einfluss der Pandemie ein Umsatzminus von knapp 20 % im gesamten Bekleidungssektor. „Dieses Minus ist neben der inzwischen sehr dünnen Finanzdecke und den unzureichenden Hilfen der Regierung ein dramatisches Ergebnis für die Hersteller“, sagt Gerd Oliver Seidensticker, Präsident des deutschen Modeverbandes GermanFashion. „Die Hilfen für den Einzelhandel sind richtig und wichtig, doch wir verlangen Gleichberechtigung, denn ohne Hersteller gibt es auch keine Ware mehr, die der Handel verkaufen kann“, beschreibt Seidensticker die kritische Situation. Weiterhin zeigen die amtlichen Zahlen des Statistischen Bundesamtes bei den Beschäftigtenzahlen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Minus von 8 % sowie minus 9 % bei der Anzahl der Betriebsstätten. Stillstand in den wichtigsten Exportländern Nach wie vor ist die Situation in den wichtigsten Exportländern der Branche extrem angespannt aufgrund der Lockdown Maßnahmen. Bei den wichtigsten zehn Exportländern der Branche liegt unverändert folgende Rangliste vor: Schweiz, Polen, Österreich, Frankreich, Niederlande, Italien, Belgien, Vereinigtes Königreich, Tschechien und Spanien. Das Vereinigte Königreich und Spanien zeigen prozentual die höchsten Umsatzeinbußen aller Exportländer mit …

Handeln für den Handel

Mit über 100 Brands und Einzelhändlern kämpft die von RIANI gegründete Initiative „Handeln für den Handel“ für die Gleichstellung mit Friseur-Betrieben und strebt die Öffnung ab dem 01. März an. Am Donnerstag, den 11.02.2021 gab das Premium-Label RIANI, dessen Geschäftsführerin Martina Buckenmaier sich seit vielen Jahren als Vizepräsidentin im Präsidium von GermanFashion engagiert, bekannt, gegen den Dauer-Lockdown und für die Gleichstellung des Einzelhandels mit Friseur-Betrieben zu klagen. Auslöser hierfür war der neueste Beschluss der Bundesregierung vom 10.02.2021 über eine weitere Verlängerung des Lockdowns für den Einzelhandel und zur Öffnung von körpernahen Betrieben wie Friseuren. „Wir unterstützen die Öffnung der Friseur-Geschäfte und das Handeln der Regierung zur Rettung von Existenzen. Das fordern wir aber zwingend sofort auch für den Einzelhandel, dort wo Sicherheitsabstände und Hygienekonzepte eingehalten werden können. Wir benötigen wirtschaftliche Perspektiven, Testkonzepte und eine andere Möglichkeit als einen nicht endenden Lockdown,“ so Martina und Mona Buckenmaier, Geschäftsführung RIANI. Die Klage des Familienunternehmens RIANI führte in kürzester Zeit zu einem Beben in der Branche. Bereits mehr als 100 Händler und Unternehmen aus der Mode-Industrie haben sich …

Neuer Lockdown Schock – Heimische Hersteller richten Hilferuf an die Bundeskanzlerin

Berlin: Mit der neuerlichen Lockdown-Verlängerung steht die Existenz von 960 Unternehmen der deutschen Mode- und Schuhindustrie mit rund 96 000 Arbeitsplätzen auf dem Spiel. Dr. Uwe Mazura, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der deutschen Textil- und Modeindustrie: „Wer die Läden fast ein Vierteljahr schließt, hat die Verpflichtung den Unternehmen zu helfen, die ihre Waren dort nicht mehr verkaufen können. In zahlreichen Krisengesprächen mit den politisch Verantwortlichen haben Vertreter der Mode- und Schuhindustrie die dramatische Lage geschildert. Den heimischen Herstellern bleibt dennoch der Zugang zur Anrechnung des Wertverlustes von Winter-Saisonware auf die Fixkosten verwehrt. Bundeswirtschafts- und Bundesfinanzministerium lassen die heimischen Hersteller im Stich.“ In einem Brief haben sich der Gesamtverband textil+mode und der Modeverband GermanFashion auch an die Bundeskanzlerin gewandt. Darin heißt es: „Wo keine Ware mehr verkauft werden kann, ordern die Händler auch keine neue. Dies hat bereits jetzt massive Folgen für uns bis weit ins nächste Jahr. […] Es darf nicht sein, dass die Corona-Pandemie ausgerechnet die mittelständischen Bekleidungs- und Schuhhersteller vernichtet, die werthaltige Mode produzieren und die im In- und Ausland für gute Arbeitsplätze und …

Lockdown-Verlängerung für deutsche Modeindustrie nicht zu schultern

Bundesregierung muss Pleitewelle abwenden! Die neuerliche Lockdown-Verlängerung treibt die deutsche Modeindustrie in den Ruin. In einem Krisengespräch im Bundeswirtschaftsministerium, an dem unser Präsident Gerd Oliver Seidensticker sowie Hauptgeschäftsführer Thomas Lange teilnahmen, haben wir unsere Forderungen vortragen können. Hierzu informiert die Pressemitteilung in Zusammenarbeit mit unserem Spitzenverband t+m.

Bekleidungshersteller europaweit unter Druck

GermanFashion Unternehmen leiden unter Exporteinbruch. Der harte Lockdown trifft die Bekleidungsindustrie bis ins Mark. „Die Hersteller der deutschen Mode sind gleich mehrfach betroffen“, erläutert Gerd Oliver Seidensticker, Präsident des deutschen Modeverbandes GermanFashion, „denn neben den innerdeutschen Ladenschließungen kommen die Schließungen in den wichtigsten Absatzländern der Unternehmen hinzu.“ Die deutsche Modeindustrie ist sehr stark vom Export abhängig, mehr als ein Drittel des Umsatzes wird im Ausland gemacht. Doch dort sieht es genauso fatal aus wie im Inland. Erstmalig schließt jetzt auch der wichtigste Absatzmarkt Niederlande konsequent seine Läden, zuletzt hatten u. a. Österreich und Frankreich für mehrere Wochen dicht gemacht. Hinzu kommt in vielen wichtigen Ländern eine sehr unübersichtliche Lage, Auflagen und Maßnahmen unterscheiden sich oft sogar in einzelnen Regionen. „Die deutschen Hersteller sind weiter in der schwierigen finanziellen Situation, zum einen den Einkauf der Ware aus den Produktionsländern abzuwickeln, zum anderen zeichnet sich ab, dass die Order deutlich zurück geht. Dazu noch die Lage auf den wichtigsten Absatzmärkten, was im Ergebnis bei vielen mittelständischen Firmen zu einer Insolvenz führen kann“, betont Thomas Lange Hauptgeschäftsführer von …

Moderecht mit Thomas Lange

Im neuen Praxis-Handbuch “Moderecht” von Dr. Andrea Schmoll und Christoph Boeminghaus erläutern die Autoren alle in der Praxis wichtigen rechtlichen Fragestellungen zu Vermarktung und Vertrieb von Modeartikeln. GermanFashion Hauptgeschäftsführer Thomas Lange stellt in einem Kapitel die “Anwendbarkeit der Verordung (EU) 2016/425 über persönliche Schutzausrüstungen (PSA-VO) auf Sport- und Modebekleidung, die mit reflektierenden und/oder fluoreszierendem Material besetzt sind”, vor. Das Buch ist im Beck Verlag erschienen.

Top Thema: Nachhaltigkeit in der Bekleidungsindustrie

Unser 2-tätiges Webinar zum Thema “Nachhaltigkeitslabel in der Bekleidungsindustrie” platzte virtuell förmlich aus allen Nähten, als sich über 80 Teilnehmer einwählten. Unter der Leitung von GermanFashion Expertin Dr. Monika Kohla ging es um auf dem Markt etablierte Zertifizierungssysteme, Labels und Initiativen, die eine sehr gute Hilfestellung bieten, in der Lieferkette Umweltschutz und mehr zu realisieren. Das Webinar präsentierte Organisationen und Zertifikate, die in der Branche am bekanntesten sind. Einige der Zertifizierungen sind später am Endprodukt zu erkennen, aber nicht alle. Häufig geht der Zusatznutzen über die reinen Zertifikate hinaus. ZDHC, STeP by OEKO-TEX® und bluesign® stellten ihre Produkte selbst vor, während Dr. Monika Kohla weitere Labels im Detail erläuterte. Das Webinar setzt unsere erfolgreiche Veranstaltungsreihe im Bereich Nachhaltigkeit in der Bekleidungsindustrie fort. Zum Thema Labels planen wir aufgrund der vielen Nachfragen eine Folgeveranstaltung in 2021.

GermanFashion Consumer Panel 2020. Mode. Märkte. Marken.

Köln 28.10.2020. Wie tickt der Fashion-Kunde heute? Insbesondere in Zeiten von Corona? Wie ist sein aktuelles Verhältnis zum Thema Mode und nach welchen Kriterien wählt er seine Kleidung aus? „Wir wollten es genau wissen und präsentieren erstmalig anhand der Ergebnisse des innovativen GermanFashion Consumer Panels spannende Entwicklungen in unserer Branche und im Konsumentenverhalten“, erklärt Gerd Oliver Seidensticker, Präsident des deutschen Modeverbandes GermanFashion. Mit der ebenso repräsentativen wie neutralen Marktanalyse beauftragte der Verband Prof. Dr. Christian Duncker von der International School of Management (ISM). Die Studie analysiert die Präferenzen der Deutschen in Bezug auf Kleidungstile, Kaufverhalten, genutzte Informationsquellen, Kaufstätten und weiteres unvoreingenommen und unabhängig. Die Erhebung fand in 2020 bereits zweimalig mit je mehr als 1.000 Befragten statt: Die erste Erhebung erfolgte direkt vor dem Ausbruch der Corona-Krise Anfang März. Die zweite Erhebung fand Anfang September statt, also in einer Zeit, in der sich das Leben der Deutschen zunehmend normalisierte. Hierdurch ist es unter anderem erstmalig möglich, den Einfluss des Virus auf die Stimmung der deutschen Fashion-Konsumenten nachzuvollziehen. Kleidungsstil „zeitlos funktional“ beliebt Insgesamt ist die Zusammensetzung …

Qualität optimal managen.

GermanFashion baut Kooperation mit WKS aus. Köln, 28.09.2020. „Deutsche Mode zeichnet sich durch hohe Qualität, Passform und Design aus“, sagt Thomas Lange, Hauptgeschäftsführer von GermanFashion. „Insbesondere bei der Qualität im Einkauf kommen neben den klassischen Attributen strikte Anforderungen an die Produktsicherheit, die Kreislauffähigkeit, Nachhaltigkeit sowie das strenge Schadstoffmanagement hinzu.“   Um die Mitglieder des deutschen Modeverbandes in diesem wichtigen Bereich weiterhin mit hoher Kompetenz zu unterstützen, baut GermanFashion die bestehende Kooperation, die bereits im Schadstoffbereich besteht, mit den Experten der WKS Textilveredlungs-GmbH weiter aus. Der Anspruch an die Qualität im Einkauf unterliegt einem stetigen Wandel. Gleichzeitig verschwindet zunehmend jahrzehntelang gewachsenes Waren-Know-how aus den Unternehmen.   Die WKS mit ihrem Geschäftsführer Jörg Brune unterstützen ab dem 1. Oktober das Kompetenzzentrum von GermanFashion beim Aufbau und der Führung eines strategischen Qualitätsmanagements. Von der Entwicklung der Produktinformationen und Einkaufsbedingungen über die Rohwarenprüfung, begleitende Laborprüfungen bis hin zur Schadensanalyse und dem Reklamationsmanagement bietet das Kompetenzzentrum konkrete Hilfestellung für die Mitglieder an.