Neueste Artikel

Deutsche Modekunden entscheiden rational

GermanFashion Consumer Panel 2022

MODE. MÄRKTE. MARKEN.

Köln 29.11.2022. Einmal jährlich untersucht der Modeverband GermanFashion das Kaufverhalten der deutschen Verbraucher in Bezug auf Bekleidung und gibt das GermanFashion Consumer Panel heraus.

„Wie bereits in den Vorjahren bemerken wir, dass bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern nach wie vor rationale Entscheidungskriterien im Vordergrund stehen. Nach dem wichtigsten Merkmal, „gute Passform“, nennen die Kunden nun auf Platz 2 erstmalig das „gute Preis-Leistungs-Verhältnis“. Dieser Trend wird sich sicherlich fortsetzen, da viele Konsumenten den Gürtel enger schnallen müssen“, erklärt Gerd Oliver Seidensticker, Präsident von GermanFashion.

Weiterhin ist festzustellen, dass die großen Fast-Fashion-Ketten beim Verbraucher im Vergleich zu 2020 um sechs Prozentpunkte verlieren.

Erneut beauftragte der Verband den Mode- und Markenforscher Prof. Dr. Christian Duncker, CBS International Business School, in Zusammenarbeit mit dem Markt-forschungsunternehmen INNOFACT mit der Durchführung der repräsentativen Studie. Hierdurch kann der Verband auf die größtmögliche und zudem neutrale Expertise bei der Ermittlung der Bedürfnisse und des Verhaltens der deutschen Modekonsumenten zurückgreifen – in Bezug auf Parameter wie Kleidungstile, Kaufverhalten, genutzte Informationsquellen, Markenglaubwürdigkeit und Nachhaltigkeit.

Passform und Preis-Leistung wichtigste Auswahlkriterien

Für deutsche Fashionkonsumenten stehen nach wie vor sachliche Kriterien bei der Auswahl ihrer Kleidung im Vordergrund: So bezeichnen sie an erster Stelle eine gute Passform (96 %) als wichtig oder eher wichtig. Weitere zentrale Auswahlkriterien sind an zweiter Stelle ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis (95 %) sowie auf Platz 3 Bequemlichkeit und Komfort (94 %). Während 2020 den Kunden mit 46 % noch neuestes Design und Trends wichtig waren, so ist dies rückläufig bei 43 %.

Demgegenüber rückt die „Verwendung von natürlichen Materialien“ mit 63 % (ggü. 2020 + 3 %-Pkt.) weiter ins Bewusstsein – auch wenn es nicht unbedingt „bio“ sein muss.

Ebenso gewinnt Nachhaltigkeit an Bedeutung. So ist es 77 % der Befragten wichtig, dass auf Ausbeutung der Menschen in den Produktionsländern verzichtet wird (2020 74 %) und 71 % präferieren eine nachhaltige und umweltfreundliche Herstellung (2020 69 %).

„Die gute Passform, ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, Komfort und Qualität? Die Mehrzahl der Deutschen sind eben doch viel stärker an ihrer Vernunft orientiert, als dies die schnelllebige Fashion-Welt vermuten lässt“, so Prof. Dr. Christian Duncker. „Diese Vernunft wurde in den vergangenen Jahren durch eine zusätzliche Dimension erweitert: der Nachhaltigkeit!“

Fast-Fashion-Anbieter verlieren in der Gunst der Kunden

Die großen vertikalen Anbieter und Fast-Fashion-Ketten sind mit aktuell 45 % weiterhin die meistgenutzten Handelsformen bei den Verbrauchern. Im Vergleich zu den Vorjahren ist deren Nutzung von 51 % in 2020 um deutliche 6 %-Punkte rückläufig. Sie bedienen eher ein jüngeres Publikum. Der an zweiter Stelle liegende „Fachhandel vor Ort“ zeigt sich stabil mit 42 % (2020 und 2021 43 %). „Der Fachhandel vor Ort bedient eine treue Kundschaft, die wenig Abwanderungstendenz zeigt. Ein sehr großer Vorteil dieses Vertriebskanals ist seine Beliebtheit über alle Altersgruppen hinweg“, erklärt Gerd Oliver Seidensticker.

Jung, modisch, anspruchsvoll

„Fashion-Anbieter, welche die jungen Konsumenten erreichen wollen, brauchen gute Vertriebskonzepte“, fasst Prof. Dr. Duncker die Sachlage zusammen. „Die 18- bis 29-jährigen verwenden durchschnittlich 6 verschiedene Handelsformen – parallel. Online und offline gleichermaßen. Hier sind echte Multi-Channel-Konzepte erforderlich, die die jungen Modekonsumenten dort abholen, wo diese ihre Kleidung suchen und kaufen“. Dabei sollten auch die klassischen Formen des Präsenzhandels nicht aus den Augen verloren werden: Diese werden gerade von jüngeren Konsumenten überdurchschnittlich häufig aufgesucht. Dort erfahren sie Inspiration und Information gleichermaßen.

Second Hand und Online: Der Kunde ist hybrid

Auch wenn die stationären Handelsformen von den deutschen Modekonsumenten am häufigsten genutzt werden, gehören die Online-Vertriebskanäle ebenfalls zu den bevorzugten Einkaufsstätten. Im Vergleich zu den Vorjahren zeigen Sie ein leichtes Plus. An erster Stelle stehen mit 41 % die Universalanbieter wie OTTO oder Amazon. Mode-Portale wie Zalando oder about you legen im Vergleich zum Vorjahr zu (von 36 % in 2021 auf 40 % in 2022) Die alte Weisheit: „Je älter der Kunde, desto weniger digital“ bewahrheitet sich dabei auch in 2022.

Erneut zugelegt hat der Second Hand Markt. Der Kauf von Second Hand Ware im stationären Handel ist gegenüber 2021 um +2 %-Punkte auf 19 % gestiegen, über Internet-Portale ist er stabil geblieben. Auch diese Kanäle werden überdurchschnittlich häufig von jungen Käuferschaften genutzt. Hier liegt demnach der Schluss nahe, dass sich insbesondere junge Kunden von den Fast-Fashion-Ketten hin zum Second Hand Markt orientieren. „In Zeiten von Unsicherheit und Krise erhält der Second Hand Handel Auftrieb und rückt stärker in den Fokus“, erläutert Thomas Lange, Hauptgeschäftsführer von GermanFashion. „Dahinter verbirgt sich vermutlich einerseits der Wunsch nach günstiger, werthaltiger Kleidung. Möglich ist aber auch ein stärker werdendes Markenbewusstsein der jüngeren Zielgruppen.“

Glaubwürdig vor allem durch Qualität!

Nach wie vor ist eine Bekleidungsmarke für die deutschen Konsumenten vor allem dann glaubwürdig, wenn sie eine verlässlich hohe Qualität bietet. Dies bleibt mit 66 % Zustimmung das zentrale Zeichen für Glaubwürdigkeit. Wichtig ist weiterhin ein aufrichtiges Leistungsversprechen (51 %) und Authentizität (35 %). „Vernunft, Vertrauen und Sicherheit – dies sind die drei Kernbedürfnisse der deutschen Modekonsumenten“ fasst Prof. Dr. Duncker die Sachlage zusammen. „Besonders stark ausgeprägt ist diese Orientierung bei den älteren Konsumenten. Sie müssen nicht mehr zwingend jedem Trend folgen, und bevorzugen das Erprobte und Verlässliche“, so der Mode- und Marken-forscher. „Junge Käufer sein hingegen häufiger auf der Suche nach ihrer Identität. Und dies kann insbesondere durch Marken erfolgen, die inszeniert werden, sowie Marken, die herausragende Designer und Testimonials präsentieren.“

„Siegel ist für die Verbraucher nicht gleich Siegel“, betont Thomas Lange. „Ihnen ist es mit knapp 30 % relativ wichtig, dass das Produkt die Einhaltung von fairen Arbeitsbedingungen garantiert, die Umwelt schützt rund 25 %, während biologisch gewonnene Rohstoffe auf knapp 20 % kommen. Diese Einstellung zeigt sich stabil über die letzten drei Jahre“, erläutert RA Thomas Lange.

 

Die abgefragten Nachhaltigkeitskriterien werden von Frauen häufiger als wichtig bezeichnet. Männer zeigen sich in diesem Zusammenhang deutlich zurückhaltender
(- 5 %-Pkt.). „Schaut man sich jedoch das tatsächliche Einkaufsverhalten beider Geschlechter an, so kaufen Frauen faktisch deutlich häufiger neue Kleidungsstücke, und zudem auch deutlich häufiger bei Fast-Fashion-Anbietern. Männer sind hingegen eher Markenliebhaber. Sie kaufen ihre Kleidung zwar seltener, dafür aber hochpreisiger und mit einer höheren Orientierung an die Qualität der Kleidung“, erklärt Prof. Dr. Duncker.

Bekleidungsgeschäfte sind DIE Modeinformationsplattform

Mit knapp 40 % informieren sich Fashion-Konsumenten in den Bekleidungsgeschäften vor Ort – dies ist weiterhin die am häufigsten genannte Informationsquelle in Sachen Mode. „Mit einem guten Service vor Ort kann die Industrie den Handel unterstützen, um diesen Vorteil bestmöglich zu nutzen und aus Informationssuchenden Käufer machen“, erklärt Gerd Oliver Seidensticker.

Auf Rang zwei der Informationsquellen fungieren die Websites der Bekleidungshändler. Heute nutzt jeder Vierte (25 %) diese Informationsquelle (ggü. 2020 + 1 %-Pkt.).

Wichtig sind ebenso Gespräche mit Freunden und Bekannten (WOM): Mit 23 bis 24 % nutzt knapp jeder Vierte diese Gespräche, um „sich auf dem Laufenden“ zu halten.

Die Verwendung digitaler Informationsangebote zeigen in den vergangenen Jahren keine eindeutige Entwicklung. Festzustellen ist in diesem Zusammenhang, dass die Entwicklungen nicht mehr eindeutig positiv sind, wie in den vergangenen Jahren.

Material: Recycelte Stoffe unwichtig für den Verbraucher

Während die Fashionbranche immer mehr recycelte Stoffe in ihren Kollektionen verarbeitet, und damit faktisch nachhaltig produziert, ist dies dem Verbraucher derzeit noch relativ unwichtig. Lediglich 7 % präferieren recycelte Naturfaser. Mit 4 % sind recycelte Kunstfaser das Schlusslicht der bevorzugten Bekleidungsmaterialien. „Die klare Präferenz der Verbraucher liegt mit stabilen 53 % auf Baumwolle als Material der Wahl, wobei sich auch Biobaumwolle rückläufig zeigt, was sich mit der Aussage nach der Relevanz von Siegeln in diesem Bereich deckt“, erläutert Thomas Lange.

Nach der Baumwolle stehen weiterhin bequeme Stoffe, wie Stoffe mit Stretch, Mischgewebe und elastische Stoffe, wie beispielsweise Jersey, auf der Einkaufsliste der deutschen Modekonsumenten weit oben. In diesem Fall decken sich die Aussagen zu den Auswahlkriterien von Bekleidungsstücken: Passform und Bequemlichkeit sind am besten durch die Verwendung dieser Textilien zu erreichen.

Sie haben weiterführende Fragen zum GermanFashion Consumer Panel oder möchten die gesamte Studie lesen? Gern stehen wir Ihnen zu deren Beantwortung zur Verfügung!

Pressekontakt: Tanja Croonen, Tel.: +49 221 7744 134, E-Mail: croonen@germanfashion.net

 

 

VISIT Usbekistan: Sourcing-Unternehmerreise

Die im Oktober stattgefundene Geschäftsanbahnungsreise war für die teilnehmenden GermanFashion UnternehmerInnen ein voller Erfolg. Bisher ist Usbekistan noch ein relativ weißer Fleck auf der Beschaffungslandkarte, doch der Anbau von Baumwolle und professionelle vollstufige Betriebe, die Nachhaltigkeit bereits sehr gut abbilden, hat das Team vor Ort überzeugt. Gemeinsam mit der GIZ (Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit) und dem engagierten usbekischen Textilverband Uztextileprom ging es von Taschkent nach Namangan und Andijon, um eine Vielzahl von Betrieben zu besichtigen. Für weitere Informationen stehen wir unseren Mitgliedern zur Verfügung. Kontakt: Tanja Croonen.

Export zieht an. Sonderfall Russland.

GermanFashion präsentiert Statistik und Erwartungen 2021/2022

Köln, 03.03.2022. Das Jahr 2021 ist für die deutschen Bekleidungshersteller in Anbetracht der gesamten wirtschaftlichen Lage zufriedenstellend gelaufen. „Wir können für das gesamte Jahr 2021 ein leichtes Umsatzplus von 3 % vermelden. Dies ist angesichts der herben Verluste im vorangegangenen Jahr sicherlich ein gutes Zeichen, doch das Vorjahresniveau von 2019 ist noch nicht wieder erreicht“, schildert Gerd Oliver Seidensticker, Präsident des deutschen Modeverbandes GermanFashion, die Lage.

„Erfreulich ist insbesondere, dass der Exportmotor wieder angelaufen ist und wir auf den wichtigsten Märkten der Branche ein Umsatzplus von 7 % erzielen konnten“, so Seidensticker weiter.

Weiterhin zeigen die amtlichen Zahlen des Statistischen Bundesamtes bei den Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Minus von 8 % sowie -9 % bei der Anzahl der Betriebsstätten.

Exportländer auf gutem Kurs
Die wichtigsten zehn Exportmärkte der deutschen Hersteller liegen bis auf Polen (- 4 %) und dem Vereinigten Königreich mit minus 12 % (Folge des BREXITS) erfreulicherweise alle im Plus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Sowohl das von Corona gebeutelte Italien als auch Belgien und Spanien sind als kaufkräftige Märkte für die deutsche Modebranche wieder da.

Bei den wichtigsten zehn Exportländern der Branche liegt unverändert folgende Rangliste vor: Schweiz, Polen, Österreich, Frankreich, Niederlande, Italien, Belgien, Spanien, Tschechien und Vereinigtes Königreich.

Sonderfall Russland
Der Ausfuhrwert für Bekleidung lag im Jahr 2021 bei rund 380 Mio. Euro. Auf der Rangliste der wichtigsten Exportländer liegt Russland damit an 13. Stelle. Das ist weniger als noch vor der Krise im Jahr 2019, aber stabil zum Vorjahr. Ab jetzt herrscht eine neue Situation. „Nachdem in den letzten Tagen noch Unsicherheit vorherrschte, wie stark die Beeinträchtigungen wohl sein würden, herrscht nun ganz deutlich Klarheit darüber, dass es kein SWIFT mehr geben wird, auch eine Kreditversicherung wird nicht mehr möglich sein. Die Geschäftsbeziehungen mit Russland kommen zum Erliegen“, sagt Seidensticker.

Importgewinner heißt Bangladesch
Die Produktion hat wieder angezogen, so dass das Jahr 2021 mit einem Importplus von 7 % schließt. „Der Gewinner in der Produktion heißt Bangladesch mit einem Zuwachs von 22 %. Dies ist zum einen Resultat der Probleme, die unsere Mitglieder zurzeit in China haben, zum anderen hat sich in den Fabriken in Bangladesch sehr viel getan. Nachhaltigkeit wird abgebildet und auch deutsche Hersteller haben dort in Fabriken investiert. Das Land hat sich zu einer möglichen Fernostalternative entwickelt“, sagt Thomas Lange, Hauptgeschäftsführer von GermanFashion.

China zeigt zwar ein leichtes Plus, aber nicht mehr auf dem Niveau wie in den vergangenen Jahren. Unsichere Länder wie Myanmar verlieren, ebenso die osteuropäischen Länder wie Bulgarien, Rumänien und Tschechien.

Nach China heißen die wichtigsten Importländer der Branche Bangladesch, Türkei, Italien, Indien, Vietnam, Pakistan, Kambodscha, Niederlande und Polen. Das prozentual höchste Minus hat das Vereinigte Königreich, eine weitere Folge des BREXITS.

„Abgesehen von der dramatischen und ungewissen Lage in Russland und der Ukraine gehen die deutschen Hersteller mit vorsichtigem Optimismus ins Jahr 2022 und hoffen, gegen Ende dieses Jahres das Niveau von 2019 wieder erreichen zu können,“ so Gerd Oliver Seidensticker.

Die gesamte Statistik finden Sie hier.

Die Branche sucht: Zollexperten!

Es vergeht kaum eine Woche, in der wir nicht hören, wie dringend die Unternehmen der deutschen Bekleidungsindustrie Zollfachkräfte suchen. Aufgrund der immer komplexer werdenden Abläufe und der gestiegenen Anforderungen der Zollverwaltung ist die Nachfrage groß. Aus diesem Grund bieten wir im Rahmen der GermanFashionAkademie ein systematisches Qualifizierungsangebot, welches im Februar neu startet! Die IHK-zertifizierte Ausbildung zur Zollfachkraft Bekleidungsindustrie (IHK) ist speziell auf die Bedürfnisse der Bekleidungsindustrie zugeschnitten. Die erfolgreichen Absolventen können ihr Unternehmen im Anschluss noch kompetenter im Zollmanagement unterstützen Hier finden Sie weitere Informationen über unser Seminarangebot und Anmeldemöglichkeit.

PSA-Fachkraft: neue Ausbildung für die Branche

Köln, 06.12.2021. Ab April 2022 bietet GermanFashion gemeinsam mit der IHK Köln eine neue Ausbildungsmöglichkeit für die MitarbeiterInnen in PSA-Unternehmen. Die deutschen Hersteller von persönlicher Schutzausrüstung unterliegen bei ihren Produkten strengen gesetzlichen Vorgaben, so dass ein großer Bedarf an MitarbeiterInnen besteht, die spezielle Kompetenz in diesem Bereich vorweisen können.

Insbesondere in den Zeiten der Pandemie sind die PSA-Unternehmen in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt und haben ihre Expertise etwa durch die zügige und hochwertige Masken- und Schutzkleidungproduktion unter Beweis gestellt.

„Es handelt sich um eine sehr komplexe Materie, die durch Gesetze und viele technische Normen gekennzeichnet ist und besonderer Kenntnis bedarf, schließlich geht es um den Schutz von Leib und Leben,“ erläutert Thomas Lange, Hauptgeschäftsführer von GermanFashion die Besonderheit dieser Produkte.

Als Referent für die neue Ausbildung ist neben RA Thomas Lange selbst, der auf dem Gebiet des Produktsicherheitsrechts und der Europäischen PSA-VO 2016/425 eine hohe Expertise aufweist, Dipl. Ing. Wolfgang Quednau mit an Bord. Quednaus Kernkompetenz liegt in der Entwicklung nachhaltiger textiler Produkte bei Berufs- und Schutzbekleidung. Darüber hinaus ist der sogenannte „Normungs-Papst“ im Bereich der persönlichen Schutzausrüstungen ein in ganz Europa gefragter Experte. Er vertritt in den wichtigsten Normungsgremien die Interessen der Branche und sitzt gemeinsam mit Thomas Lange in der PSA-Expertengruppe der Europäischen Kommission.
Die Ausbildung zur PSA-Fachkraft startet erstmalig im Februar 2022. In insgesamt neun Modulen wird den Teilnehmern ein kompaktes, praxisnahes Wissen vermittelt von Experten, die die Herausforderungen der Unternehmen genau kennen.

Informationen zur neuen Ausbildung erhalten Sie bei GermanFashion. Tel. 0221-77440. Hier geht es zur Anmeldung.

 

Stationärer Handel weiterhin Kunden-Favorit!

GermanFashion Consumer Panel 2021
MODE. MÄRKTE. MARKEN.

Das GermanFashion Consumer Panel ist in die zweite Runde gegangen und hat erneut das Verbraucherverhalten in Hinsicht auf die Auswahlkriterien von Bekleidung bei den deutschen Konsumenten untersucht.
„Aufgrund einer großen repräsentativen Stichprobe über vier Erhebungszeiträume lassen sich zuverlässige Aussagen über den Modemarkt treffen. Diese können Herstellern und Händlern gleichermaßen helfen, ihre Kunden besser zu verstehen. Vor dem Hintergrund des Vergleichs der Jahre 2020 zu 2021 können zudem Veränderungen im Kaufverhalten analysiert werden“, erklärt Gerd Oliver Seidensticker, Präsident des deutschen Modeverbandes GermanFashion. „So stellen wir etwa fest, dass der stationäre Fachhandel eine stabile und konstant wichtige Größe für die Konsumenten beim Einkauf sowie der Informationsbeschaffung über Bekleidung ist. Weiterhin äußerst spannend zu beobachten ist im Jahresvergleich ein leichter Rückgang des Fast Fashion Segments“, erläutert Seidensticker zwei wichtige Ergebnisse der Studie.

Hier geht´s zur Pressemitteilung.

Gerd Oliver Seidensticker bleibt Präsident

GermanFashion wählt Präsidium

Auf der diesjährigen hybriden Mitgliederversammlung von GermanFashion wählten die UnternehmerInnen des deutschen Modeverbandes ihr Präsidium für die nächsten zwei Jahre.

Präsident Gerd Oliver Seidensticker von der gleichnamigen Unternehmensgruppe wurde von den MitgliederInnen im Amt bestätigt. Nach bereits 10 erfolgreichen Jahren an der Spitze des Präsidiums wird er das verantwortungsvolle Ehrenamt weiter für die nächsten zwei Jahre übernehmen. Für Seidensticker ist die Tätigkeit an der Verbandsspitze inzwischen eine Herzensangelegenheit: „Die letzten 1,5 Jahre haben uns als Modehersteller sehr gefordert und vor ungeahnte Herausforderungen gestellt. Die Arbeit, die wir im Präsidium und im Team von GermanFashion geleistet haben, war sehr bedeutend für die gesamte Branche. Wir konnten wichtige Hilfestellungen von der Politik für unsere Branche erzielen und mit einer starken Stimme für die deutschen HerstellerInnen sprechen“, beschreibt der neu gewählte Präsident die Motive seiner Tätigkeit.

Weiterhin wurden im Präsidium bestätigt: Vizepräsidentin Martina Buckenmaier (RIANI), Vizepräsident und Schatzmeister Klaus Berthold (HB Protective Wear) sowie die PräsidiumsmitgliederInnen Silke Kamps (ROFA), Marco Lanowy (Alberto), Justus Lebek (Lebek International Fashion) und Frederick Westermann (Roy Robson). Neues Mitglied im Präsidium ist die Vorstandsvorsitzende Angelika Schindler-Obenhaus von Gerry Weber.
Nach langjähriger Tätigkeit im Präsidium sprachen die Mitglieder den ausscheidenden Unternehmern Michael Horst (Brax) und Peter Gross (Création Gross) ihren Dank für ihr großes Engagement aus.

 

GermanFashion BESPO Gruppe wählt Vorstand

Thomas Heinen als Vorsitzender bestätigt!
Köln, 22.09.2021. Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung der BESPO-Gruppe wird Thomas Heinen (Drei-Punkt Berufskleidung) als Vorsitzender bestätigt. Er übernahm das Amt des Vorsitzenden erstmalig 2018. Die BESPO-Gruppe repräsentiert im GermanFashion Modeverband die rund 75 Anbieter von Arbeits-, Berufs- und Schutzkleidung.

„In der Pandemie haben diese Unternehmen einmal mehr gezeigt, was in ihnen steckt und die Maskenproduktion in Deutschland maßgeblich vorangebracht sowie dringend benötigte Schutzkleidung schnell und auf höchstem qualitativem Niveau zur Verfügung gestellt“, beschreibt Thomas Heinen die Aktivitäten im Coronajahr in dieser besonderen Sparte innerhalb des Modeverbandes. „Dass jedoch die Pandemie auch das Wachstum der erfolgsgewohnten Branche beeinflusst hat, zeigt das seit vielen Jahren erstmalige Minus im Umsatz von rund 3 % im Vergleich von 2019 zu 2020.“

In den Vorstand neu gewählt ist Peter Hoffmann (FHB). Weiterhin im Vorstand verbleiben die wiedergewählten MitgliederInnen Harald Goost (Bierbaum-Proenen), Silke Kamps (Rofa-Bekleidungswerk), Annette Watzke (WATEX) und Christof Willax (Willax).

Neue Nachhaltigkeits-Expertin bei GermanFashion

Deutscher Modeverband baut Kompetenzfeld aus

Köln, 30.08.2021. „Mit unserer neuen Nachhaltigkeits-Expertin Simona Rutenfranz verstärken wir unser Team in einem für unsere Mitglieder sehr wichtigen Bereich“, begründet Thomas Lange, Hauptgeschäftsführer von GermanFashion, die Entscheidung zum Ausbau seines Teams.

Die studierte Textil-Ingenieurin Rutenfranz war vor ihrer Beratertätigkeit bei einem großen deutschen Modekonzern in zentraler Funktion für das strategische Qualitäts- und Lieferantenmanagement sowie für die konzeptionelle Entwicklung und Umsetzung von Nachhaltigkeitsthemen wie etwa Social Compliance und Product Compliance zuständig.

Als freie Expertin berät sie seit vielen Jahren Modehersteller auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit sowohl in Hinblick auf den Aufbau eines systematischen Nachhaltigkeitsmanagements als auch zu spezifischen Fachthemen.

„Mit Simona Rutenfranz gewinnen wir eine kompetente Macherin, die die unternehmerische Praxis unserer Unternehmen im Blick behält, um eine pragmatische und erfolgreiche Umsetzung von Nachhaltigkeit zu initiieren, voranzutreiben und maßgeblich zu gestalten“, sagt Thomas Lange.

Nachhaltiger waschen & shoppen

Köln, 23.06.2020. „Die VerbraucherInnen pflegen ihre Bekleidung nachhaltiger“, erklärt Thomas Lange, Vorsitzender von GINETEX (International Association for Textile Care Labelling) und Hauptgeschäftsführer von GermanFashion. „So zeigt sich in den Ergebnissen der dritten großen repräsentativen Verbraucherumfrage von GINETEX, dass die KonsumentInnen die Umwelt schonen wollen und aus diesem Grund insbesondere auf die richtige Waschmitteldosierung und Waschen bei niedrigen Temperaturen achten.“ Um langfristig Kosten zu sparen, wird verstärkt Markenbekleidung gekauft sowie Waschmaschine und Trockner regelmäßig gewartet.
Gegenüber 2019 haben 7 % weniger der Befragten in den letzten 6 Monaten ein Kleidungsstück gekauft. Für 64 % bleibt das Preis-Leistungs-Verhältnis der Hauptfaktor beim Kauf von Kleidung und für 58 % die Qualität. Der Look, der 2019 ein wichtiges Kriterium war, ging in diesem Jahr um 7 Prozentpunkte zurück. Umgekehrt stellen wir fest, dass die Bedeutung von Marke und Herkunftsland ab 2016 deutlich zunehmen: jeweils um 5 %.
Die Größenangabe bleibt nach wie vor für die VerbraucherInnen die wichtigste Information auf dem Etikett nach Materialzusammensetzung und Pflegekennzeichnung. Darüber hinaus kauft einer von drei Verbrauchern niemals Kleidung ohne Pflegehinweise.
Außerdem wurde nach Waschgewohnheiten, Gewohnheiten beim Trocknen und Bügeln gefragt, die durchgeführt werden, um die Umwelt zu schützen und Kosten zu sparen. Wer seine Bekleidung natürlich trocknet, möchte als erstes die Umwelt schonen und an zweiter Stelle sparen. „Auch beim Bügeln schonen die VerbraucherInnen Umwelt und Portemonnaie, indem sie weniger häufig bzw. nur bestimmte Kleidungsstücke bei empfohlener Temperatur bügeln“, erklärt Thomas Lange.
Weitere Informationen zu den Pflegesymbolen finden Sie unter ginetex.de.
Quelle:
Ipsos_SUMMARY REPORT GINETEX_7 COUNTRIES_20-076358_2